Seit Anfang Mai soll das Transparenzregister des Bundesgesundheitsministeriums Patienten eine bessere Orientierung über die Qualität von Eingriffen bieten. Im Interview mit SZ äußert Dr. Behar Bedenken.
Die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst:
🔍 Wichtige Einblicke in die Klinikqualität: Behar erläutert, dass die reine Fallzahl und Personalausstattung einer Klinik nicht automatisch eine bessere Behandlung garantieren. Kleinere, spezialisierte Fachkliniken mit weniger Ärzten könnten womöglich bessere Ergebnisse liefern.
⚖️ Transparenz und ihre Grenzen: Während das Register hilfreiche Daten zu z.B. Komplikationsraten liefert, kritisiert Behar, dass wichtige Aspekte wie die individuelle Erfahrung des behandelnden Arztes nicht erfasst werden.
👨⚕️ Komplexe Entscheidungen für Patienten: Bei planbaren Eingriffen können Patienten von den Daten des Registers profitieren, während in Notfällen die Nutzung eher begrenzt ist. Behar betont zudem die Notwendigkeit von mehr qualifizierten Informationen zur Lebensqualität nach Eingriffen.
📉 Kritik an der Zentralisierungstendenz:Behar äußert Bedenken, dass Patienten die zur Verfügung gestellten Zahlen fehlinterpretieren könnten und das Register zur Zentralisierung im Gesundheitswesen beitragen könnte.
Welche Fragen für Behar außerdem noch offen zu diskutieren sind, lesen Sie im vollständigen Interview (Paywall): Interview jetzt lesen